Buon Gelato

Nach Stationen in der Lombardei, dem Tessin und der Gerbergasse wagt Buongelato nun endlich auch den Sprung über den Rhein ins Kleinbasel. Ab dieser Woche können sich Gelato-Liebhaber*innen nebst den Hotspots ums Rheinbecken also auch bei der KLARA mit bestem italienischem Speiseeis eindecken. Was die Qualität ihrer Gelati ausmacht? Viel Liebe und Passion fürs Handwerk, Teamwork und ein viertel Jahrhundert Gelato-Expertise.  


Es begann alles im Mailand der frühen 90er Jahre, als Carlo Gaspa das erste Mal eine seriöse Gelato Beziehung einging – so richtig und nicht nur unverbindlich wie in Kindheitstagen. Mit dem Uniabschluss in der Tasche zog es den ehemaligen Wirtschaftsstudenten aus Cagliari in die norditalienische Metropole. Von dort aus legte er einen steilen Aufstieg hin.

Damals begann er noch bei einem spanischen Lebensmittelmulti; seine Kernkompetenz: Glacé Zutaten. Kurz darauf machte sich Carlo selbständig und holte Bruder Giovanni mit ins Boot. Von der Lombardei aus belieferten sie das umliegende Ausland mit Glacé Zutaten, ab 2003 sogar in die Vereinigten Staaten. Dort boomten die Ingredienzien der Gebrüder Gaspa und die beiden deckten grosse Teile Nordamerikas, von New York bis hin zu Miami, mit ihren Qualitäts-Früchten und Co. ein. In Miami konnten sie auch den Kreuzfahrtschiff-Riesen «Cruise Line» für sich gewinnen und fortan die gesamte Flotte mit ihren Gelati versorgen. 2012 verlagerten sie schliesslich ihrem Hauptsitz ins Tessin nach Lugano und belieferten von dort aus ihr mittlerweile auch Teile Südost-Asiens umspannende Glace Netz.

Auch heute ist das Import-Export Geschäft mit der süssen Speise ihr Hauptbusiness, doch das reichte Carlo & Giovanni nicht. Schon seit ihren Anfängen in den USA, genauer gesagt, seit ihrem ersten Kunden dort, spielten sie mit der Idee eines Tages eine eigene Gelateria samt Café zu betreiben. Die Inspiration dazu stammte von «Ciao bella Gelato » in New York. Dessen Betreiber Charlie Apt war es auch, der Carlo ins Erfolgsgeheimnis einer eigenen Gelateria einführte, gemeinsam mit seinem Wissen über die Herstellung entstand das Fundament für das Buongelato Caffè & Gelato wie es die Basler*innen seit 2015 kennen und lieben. Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf Basel, denn der Wahlschweizer entschied sich bewusst für eine multikulturelle Industriestadt, dessen Gelateria-Kultur damals noch in den Kinderschuhen steckte, und in der er seine Vision vom «vero gelato italiano» entfalten konnte.